Yoga and Silence

Bali, Indonesien
In Ubud, Bali bleiben wir acht Nächte im von Freunden empfohlenen perfekten Hotel und erholen uns von den Vulkan-Strapazen und den ersten zwei Monaten reisen – ja, wir haben Halbzeit! Ubud liegt in Mitten von wunderschönen, sattgrünen Reisfeldern und ist spätestens seit “Eat, pray, love” kein Geheimtipp und auch kein verschlafenes Dörfchen mehr. Nicht das ich davon anfangs viel mitgekriegt hätte – die ersten Tage lag ich ausschließlich am Pool und habe das Hotelgelände nur zum Essen verlassen – was man übrigens in Ubud sehr gut kann.

 Durch die Stadt zieht sich eine mir in Asien bis dato unbekannte Bio/Rohkost (raw)/vegan/glutenfrei- Welle, außerdem gibt es hier Käse (Feta!!), richtiges, echtes Müseli mit Yoghurt (halleluja) und keiner schaut einen komisch an, wenn man in seinen Saft keinen halben Liter flüssigen Palmzucker möchte. Die Stadt ist hübsch hergerichtet, alles ist voller chicer Boutiquen und hipper Restaurants mit den für Bali typischen kleinen Minitempeln dazwischen, man sieht mindestens soviel Touristen wie Indonesier hier auf den Straßen (eher mehr Touris), aber irgendwie stört mich das hier nicht, alles ist sehr stilvoll.

Neben wundervollen Massagen kann man hier überall Yoga machen und ich wage es seit Jahren mal wieder und gehe deshalb auch gleich zu Yoga for beginners. Im Yogastudio im europäiscen Chic tummeln sich allerhand Yogatanten, von sich selbst überzeugte, oberkörperfreie Pseudschönlinge und abgemagerte mitt-30iger Singleladies auf der Suche nach dem wahren selbst oder sowas, aber das Yoga tut mir gut, auch wenn ich wegen meines Ellenbogens längst nicht alles machen kann. Danach fühle ich mich und inbesondere mein Arm um Welten besser und ich gehe von da an jeden Tag. Timo verlässt mich für drei Tage um für ein Vorstellungsgepräch nach Peking zu fliegen und so habe ich das riesige Hotelzimmer für mich und vertiefe mich in die Lektüre von “Der Pate”, ein Buch das mir Luis geschenkt hat. Vor lauter Überschwang probiere ich sogar “Flying Yoga” aus, eine Yogaform die in einer Art hängenden Band praktiziert wird und bei der ich mich nicht so richtig entspannen kann, weil ich seit meinem Sturz solche Angst vorm Fallen habe, dass die paar Zentimeter die mich von Fußboden trennen mehr eine Angsttherapie darstellen, als eine Entspannungsmethode. Auch eine traditionelle balinesische Theater- und Tanzaufführung besuchen wir  – bei der sich mein Endruck aus Prambanaaran, dass tradtionelle indonesische Musik nicht so mein Ding ist, bestätigt. Aber das irre Kopfwackeln zu psychedelischer Musik (die Timo mit einem Technobeat unterlegen würde) werde ich wohl nie vergessen.

Ansonsten bin ich die ganze Woche damit beschäftigt den Schwefelgestank aus unserer Kleidung zu waschen – denn unserer Klamotten stinken wie die Pest persönlich und Schwefel ist leider nicht wasserlöslich. Auch die Idee des Blogs entstand hier – soviel hinke ich hinterher. 😉
 
Als mich dann ein Makaken-Affe der größeren Sorte in einem Restaurant nahe des Monkey Forest angreift – er springt zähnefletschend, kreischend und mit ausgefahrenen Krallen auf mich zu, aber ich kann rechtzeitig wegspringen – reicht es mir auch mit Ubud und wir ziehen weiter auf die Gilis

 

Unterkunft: Indira Cottage
Yogastudio: Radiently Alive Yoga Studio
Massagesalon: Shambala Massage
Lieblingsrestaurant: Daryu’s Warung, Cafe Wayan
Kochkurs: Lobong Culinary Experience
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